Info: Was ist ein Behälter?

Optimale Lagerung und Transportschutz

Ein Behälter dient dazu, spezifische Inhalte aufzubewahren, vor äußeren Einflüssen zu schützen und / oder bequem zu transportieren. Damit ist "Behälter" der Überbegriff für alle Verpackungen im industriellen und privaten Bereich, die es ermöglichen, dass man unterschiedliche Produkte optimal lagern, schützend aufbewahren und per Transport "erhalten" kann.

Die Definition des Behälters ist so gedehnt, dass darunter nicht nur ein Allzweck-, Industrie-, Versand- oder Euro-Norm-Behälter zu verstehen ist. Es fallen beispielsweise auch Silos (Lagerhilfsmittel), Tankfahrzeuge und Container (Transportmittel), die aus den unterschiedlichsten Materialien (Metall, Kunststoff, Holz, Pappe - etwa Euro-Norm-Standardkarton, Glas, Keramik usw.) gefertigt sind, unter diesen Begriff. 

Behälter sind weitverbreitete Hilfsmittel im Lager, im Transport und im Handel, im Großen und im Kleinen, weshalb beispielsweise auch Flaschen, Becher, Dosen und Eimer zu den Behältern zählen. Wie breit gefächert die Nutzung ist, zeigen einige Beispiele, die nicht repräsentativ für das Gesamtangebot an Behältern sind, aber einen kleinen Eindruck vermitteln, wie sehr Behälter unser privates Leben und die Industrie prägen: 

  • Im Lebensmittelhandel
    • Salatschalen mit anhängendem Deckel (aus Polyethylen-Kunststoff / PET) für frische Salate, Obst und Süßspeisen beliebte Behälter
    • Verpackungsbecher mit Deckel (aus Polypropylen-Kunststoff / PP) nehmen frisches Mett auf. Die Behälter dienen hier dem Transport und der Frische-Aufbewahrung.
    • Befinden sich Cocktailtomaten in einem reizvoll geformten Shakebecher mit Deckel, übernimmt der Behälter zudem eine Präsentations- und somit verkaufsfördernde Funktion.
  • Im Handel sind ein- oder doppelwandige Glas-Tiegel mit Schraubdeckel erhältlich, die hochwertige Kosmetika enthalten. Auch hier übernimmt der Behälter nicht nur eine Präsenterfunktion. Die Verpackung wirkt verkaufsfördernd; sie dient gleichzeitig dem sicheren Transport und der langen Haltbarkeit des Kosmetikproduktes.
  • Auch die Holzkiste mit frischem Obst oder Gemüse, die im Großhandel angeboten wird, ist ein Behälter. Weil er robust und luftdurchlässig ist, empfiehlt er sich für Transport und Lagerung.
  • Als Druck-Behälter für CO2-Gas dienen spezielle Metall- oder Keramikbehälter, die Endverbraucher zum Aufsprudeln von Getränken erwerben können. Der Behälter dient der Transportsicherung und dem Erhalt des Gases bis zur Nutzung.
  • Kleinladungsträger (KLT-Behälter), etwa mit Bauteilen, sind in der Automobilindustrie gefragt. Diese Norm-Behälter wurden sogar von der Automobilindustrie entwickelt; sie sind heute auch in anderen Branchen weit verbreitet.

Im Einzelhandel sind Behälter allgegenwärtig, wie die Beispiele zeigen. In der Lebensmittel-Herstellung und in der Landwirtschaft herrscht ohne sie Stillstand. Und die meisten Branchen sind schon deshalb auf Behälter angewiesen, weil diese dazu beitragen, dass Flächen optimal genutzt und Kosten reduziert werden können. 

Behälter sind nutzbringende Helfer, individuell oder genormt

Genormte Behälter (und zusätzliche Behälter mit individuellen Maßen) sind ein industriell bedeutsames Transportmittel, Förderhilfs- und Lagerhilfsmittel; jeweils spezifisch geeignet für feste, flüssige oder gasförmige Substanzen, abhängig von der Material-Wahl und Beschaffenheit des Behälters. In der Praxis sind es vor allem die leichten Behälter aus Kunststoffen wie Polyethylen, die durch eine hohe Kosten-Nutzen-Effizienz auffallen. Immerhin können gerade die Kunststoff-Behälter leicht gereinigt, erneut verwendet - und am Ende sehr gut recycelt werden. Während Behälter aus Metall etwa in der Agrar-Wirtschaft und in der Industrie gerne für Schütt- und Rieselgüter eingesetzt werden; sind Kunststoff-Behälter in weitaus mehr Branchen nutzbringende Helfer. Ganz unterschiedliche Konstruktionen sorgen dafür, dass die Behälter allen Anforderungen der jeweiligen Branchen genügen. 

Der Komfort der (Kunststoff-) Behälter misst sich zum Beispiel

  • an deren Stapelbarkeit im industriellen Prozess, im Transport und im Handel,
  • an der Nestbarkeit (fachsprachlich; "nestbar" meint "schachtelbar", wobei die Behälter im Leerzustand durch das Ineinanderfügen deutlich weniger Platz beanspruchen),
  • an der Strapazierfähigkeit und
  • an der genormten Verwendung in der gesamten Eurozone. 

Damit Behälter in der Europäischen Gemeinschaft möglichst vielseitig eingesetzt werden können, legte das Comité Européen de Normalisation (CEN) in Brüssel verbindliche Normen für eine Vielzahl von Behältern fest. Diese werden verkürzt "Euro-Norm-Behälter" genannt (EN-Behälter). 

Behälter, für die häufig sogar europäische Normen gelten, sind etwa: 

  • Stapel-Behälter - Drehstapelbehälter - nestbare Behälter (Beispiel: Kunststoff-Stapel-Korb mit Boden-Schlitzen und durchbrochenen Wänden für frische Brötchen)
  • Regal-Lagerkästen (Beispiel: Papp-Lagerkasten mit Fächern für Dübel in verschiedenen Größen)
  • Sicht-Lagerkästen (Beispiel: halb offene Lager-Box aus transparentem Kunststoff für Schrauben)
  • Raumspar-Behälter - Klappbehälter - Faltbehälter (Beispiel: Euro-Mehrweg-Behälter aus Kunststoff mit Scharnierdeckel) - AKL-Behälter
  • Paletten-Behälter / Großbehälter (Beispiel: stapelbare Gitterbox-Palette aus verzinktem Stahlgitter)
  • Abschließbare Behälter
  • Leitfähige Behälter (ESD)