Info: Was ist Luftfracht?

Alle Güter, die durch Luftverlastung und per Luftfrachtbrief befördert werden, gelten als Luftfracht.

Weil Zeit in immer mehr Branchen auch Geld ist, gilt die Güter-Beförderung im Luftverkehr vor allem dann als erstrebenswert, wenn diese Güter schnell ihr Ziel erreichen sollen. Das können beispielsweise lebende Tiere, schnittfrische Blumen und köstliche Früchte aus fernen Ländern sein. Viele luxuriöse und empfindliche Waren reisen als Ladung in Flugzeugen, aber auch hochwertige Textilien und saisonal „eilige“ Waren.

Ob Termin-Sendungen, Organspenden oder Hilfsgüter - Die "Sendung in den Wolken" ist nicht  wegzudenken

Die meisten Flughäfen – weltweit – wickeln heute nicht nur den Personenverkehr, sondern auch Luftfracht ab. Beides schließt sich nicht aus (Kombinations-Carrier), sind doch etwa 50 Prozent der globalen Luftfracht als Ladegut in Passagiermaschinen unterwegs, so zum Beispiel Tageszeitungen, Illustrierten und wichtige Termin-Sendungen. Auch im Bereich der Transplantationsmedizin ist man auf schnelle Transporte von Spender-Organen in der Luft angewiesen.

Was keinen Platz in normalen Passagiermaschinen (Belly-Fracht) findet, also zu sperrig oder zu schwer ist, reist in speziellen Frachtflugzeugen rund um den Globus: Das können etwa Maschinen-Ersatzteile sein, unersetzliche Antiquitäten und Kunstwerke, kostspielige Oldtimer und mehr. Beim Verkehr zwischen den Kontinenten gibt es oft keine Alternative: Die Beförderung auf dem Seeweg ist mit höheren Verlust-Risiken und einer längeren Reisedauer verbunden.

Militärische Luftfracht – und häufig auch Hilfsgüter-Lieferungen in Katastrophenfällen – werden in Transportflugzeugen befördert, die insbesondere voluminöse und schwere Güter besser befördern können, weil sie eigens dafür entwickelt wurden.

Schnell, schützend und sicher bei der Einhaltung von Fristen

Diese drei „S“ charakterisieren den Luftfracht-Verkehr. Gerade deshalb, weil die Welt heute stärker denn je vernetzt ist, die Arbeitsschritte diversifizieren und abhängig sind von spezialisierten Zuliefer-Betrieben, ist es wichtig, dass die Logistik-Ketten zwischen verschiedenen Produktionsstätten ungestört erhalten werden. Die Luftfracht punktet gegenüber anderen Transport-Möglichkeiten aber auch dann, wenn besonders hochwertige Güter verschickt werden. Allerdings gilt die Schadstoffemission von Flugzeugen (CO2-Ausstoß) noch immer als vergleichsweise hoch. Starre Flugpläne stehen - innereuropäisch - dem flexibleren Landverkehr mit LKW gegenüber.

Die Kosten der Luftfracht

Die Vorzüge der Luftfracht erweisen sich folglich bei mittleren und langen Entfernungen als besonders hoch. Über lange Sicht ist die Beförderung mittels Flugzeugen oft sogar günstiger, da nur minimale Kosten für Lagerhaltung und geringe Wartezeiten entstehen, die beide Kapital binden. Zu vertretbaren Kosten sind Güter auf dem Luftweg zu transportieren, wenn sie nach ihrer Ankunft in einem Luftfrachthafen nur noch geringe bis überschaubare Entfernungen mit Bahn oder LKW zurücklegen müssen. Weil die Güter aber zunächst einmal zu „ihrem Flieger“ gelangen sollen, werden sie mit LKW zum Umschlagort befördert und verladen.

Umschlag und Transport von Luftfracht erfolgen nach verlässlichen Flugplänen, die Dispositionen erleichtern. Es ist möglich, Lieferungen und Produktionsprozesse exakter zu takten – und damit Kapazitäten zu erhöhen. Doch sind Flugpläne nicht immer zu halten: Schon geringfügige Verspätungen im Flugplan können am Zielort zu stockenden Verteil- und Produktionsprozessen führen.