Info: Was ist Vollpappe?

Die massive Materialdichte, das spür- und sichtbar glatte Erscheinungsbild, das harmonische Gefüge des Materials und die bewährte Robustheit kennzeichnen Vollpappe.

Im Gegensatz zur Wellpappe, die aus mehreren verleimten Lagen besteht, die glatt oder wellig beschaffen sind, wird Vollpappe durch das Aufpressen mehrerer Schichten hergestellt, solange die Masse aus Faserstoffen feucht und formbar ist. Aus dem Zusammenpressen resultiert ein Material, das durch gute Festigkeit und eine hohe Strapazierfähigkeit überzeugt. 

Vollpappe ist ein hervorragender Grundbaustein für: Verbundmaterialen, Werbung und umweltbewusstes verpacken

Vollpappe ist sehr gut bedruckbar und kann - ganz nach den jeweiligen Erfordernissen - auch mit unterschiedlichen Merkmalen ausgerüstet und nutzbringend verbessert werden. Vollpappe lässt sich zum Beispiel mit PE-Aluminium kaschieren (Getränkekarton), mit anderen Stoffen beschichten oder sogar damit tränken, um eine Barriere zu bilden. Als Packstoff kann Vollpappe zu diversen Werbezwecken auch mehrfarbig bedruckt, gedeckt, gestrichen oder mit Lack veredelt werden. Die ebene und glatte Struktur des nur wenig nachgiebigen Materials begünstigt die maschinelle Verarbeitung. In automatisierten Prozessen lassen sich nach festen Normen und individuellen Kundenwünschen selbst anspruchsvolle Verpackungen preiswert herstellen. Schachteln nach FEFCO-Standard werden beispielsweise so produziert, dass die vorhandene Fläche einer Bahn optimal ausgefüllt wird, der Zuschnitt also unnötige Reste vermeidet. Dass Vollpappe zudem bis zu 100 Prozent aus Recycling-Material stammen kann, spricht für sie. In der Regel werden immer aufbereitete Altstoffe der Herstellung beigemischt. 

Vollpappe ist unverzichtbar für die Lebensmittelindustrie und somit auch für uns Privatpersonen

Wer profitiert von flachliegend, aufgerichtet oder als Zuschnitt produzierten Verpackungen aus Vollpappe am meisten? Schachteln in unterschiedlichen Formen - darunter Faltschachteln, Deckelschachteln und Schiebeschachteln -, aber auch Trays sind in allen industriellen Zweigen vertreten, im Non-Food- und Food-Bereich. Dem Verband Vollpappe-Kartonagen (VVK) e.V. zufolge gehen jedoch vier von fünf Verpackungen aus Vollpappe in die Lebensmittelindustrie, etwa als Verpackungskartonagen für Wurst und Käse - oder als Schachteln für Fertiggerichte und Tiefkühlkost. Vollpappe ist deshalb so interessant für die Lebensmittelindustrie, weil sie vielseitig verarbeitet, individuell gestaltbar - und von Natur aus mit wichtigen Eigenschaften ausgestattet ist. Vollpappe ist ein sehr dichtes Material, das wenig atmungsaktiv ist. Die Luftdurchlässigkeit, ein "No-Go" für viele Lebensmittel, ist deshalb minimiert. Auch Luftfeuchte widersteht Vollpappe recht gut. Im Zusammenspiel mit passenden Veredelungen (zum Beispiel PE-Aluminium-Kaschierung) eignen sich Schachteln aus Vollpappe daher auch für Produkte, die gefroren in den Handel kommen. Die Robustheit der behandelten Vollpappe gewährleistet, dass die Produkte werblich, verkaufsfördernd und vor allem hygienisch einwandfrei gelagert, transportiert und abverkauft werden. Ohne Erzeugnisse aus Vollpappe wäre es folglich um manche Essgewohnheit der Verbraucher (Beispiel: Pizza in der ansprechend gestalteten Schachtel aus Vollpappe) schlecht bestellt. Manches käme erst gar nicht oder nur selten auf den Tisch (Beispiel: Tiefkühlspinat oder Tiefkühlerbsen in der entsprechend ausgerüsteten Schachtel aus Vollpappe). 

Sie schützen machne Köstlichkeit auf optimierte Art und Weise

Ein weiteres Plus: Packungen aus Vollpappe sind nicht nur strapazierfähig, sondern auch leicht stapelbar. Lagerung und Transport sind kostengünstiger; es wird weniger Raum beansprucht. Die bedarfsgerechte Ausrüstung der Vollpappe für die Zwecke der Lebensmittelindustrie führt dazu, dass selbst stark wasser- oder fetthaltige Nahrungsmittel ideal gelagert und transportiert werden können. Die - etwa mit Kunststoff- oder Metallfolie - überzogene Vollpappe eignet sich ausgezeichnet als Schutzhülle gegen Einflüsse von außen; Luft, Feuchtigkeit und Gerüche dringen nur wenig ein. Vollpappe, die in unterschiedlich flächenbezogener Masse (Grammatur) hergestellt wird, in verschiedenen Ausrüstungen und Veredelungen auf dem Markt ist, wird als Maschinen-, Wickel- oder geklebte Papp-Sorte angeboten, wobei geklebte Vollpappen zugleich Verbund-Packstoffe sein können. Die Verpackungssorten tragen Kürzel, die es ermöglichen, dass Lieferanten und Verwender von Verpackungen eindeutig miteinander kommunizieren. "Einseitig weiß gedeckte Vollpappe" hat beispielsweise das Kürzel "VPW"; satinierte (also leicht matte) graue Wickelvollpappe hat das Kürzel ""GW1"; "geklebte Vollpappe" kommt mit dem Kürzel "VK" aus. 

Ob verkaufsfördernde Displays oder Umverpackungen, Premium-Verpackungen für Präsente, Systemverpackungen oder ansprechende Verpackungen für Obst (Beispiel: Supermarkt-Steige mit Premium-Clementinen am grünen Blatt): Vollpappe eignet sich für traditionelle und innovative Verpackungsideen. Herstellung und Verwendung stehen im Einklang mit einigen ökologischen Zielen: Der hohe Recycling-Anteil von Faserstoffen bei der Produktion von Vollpappe und die gute Rückführbarkeit des Rohstoffes tragen dazu bei, dass Vollpappe-Verpackungen in vielen Bereichen reinen Kunststoff-Verpackungen vorzuziehen sind. Die Verpackungen im Lebensmittelhandel werden von Verbrauchern positiv aufgenommen und häufig auch dem Recycling-Kreislauf (Stichwort: Papiertonne) zugeführt. Auch in anderen Bereichen gelten Pappen als "gesellschaftsfähige" Verpackung. Im Versandhandel schließlich sind Schachteln ein unverzichtbarer Teil der logistischen Ausstattung. 

Vollpappe hat, fasst man dies zusammen, einige wesentliche Vorzüge. Diese sind beispielsweise:

  • Breite des Sortiments: Vollpappe-Verpackungen sind aus unterschiedlichen Sorten, jeweils bedarfsgerecht herstellt. Auf dem Markt erhältliche Standards (zum Beispiel Faltschachteln nach FEFCO-Norm) werden durch viele individuelle Möglichkeiten ergänzt. Displays, Umverpackungen, Transport-Verpackungen, effiziente Versand-Verpackungen und mehr sind im Angebot. 
  • Komfortable Nutzung: Flachliegend, aufgerichtet oder als Zuschnitt sind Verpackungen aus Vollpappe jederzeit schnell und wirksam einsetzbar. Gerade im Versandhandel sparen die gefalteten Schachteln viel Raum; vorproduzierte Größe und Varianten sorgen dafür, dass jedes Packstück perfekt versandfertig gemacht werden kann. Und auch industriell sind Vollpappe-Erzeugnisse einfach zu verwenden. Gerade die Lebensmittelbranche profitiert vom breiten Angebot an Verpackungsideen. 
  • Gezielte Ausrüstung und Veredelung: Zahlreiche Optionen bestehen, um Vollpappe mit zusätzlichen Merkmalen (wie zum Beispiel Feuchtigkeitsbarrieren) für Lagerung und Transport auszurüsten - bzw. (wie zum Beispiel durch werbliche Gestaltung und Bedruckung) im Sinne des Verkaufs zu verbessern. Wie die Vollpappe als Packstoff am Ende beschaffen ist, kann ganz auf die jeweiligen Packgüter bzw. Füllgüter abgestimmt werden. 
  • Hohe Kosten-Nutzen-Effizienz: Die Verpackungen aus Vollpappe können preisbewusst produziert werden; sie sind zudem geeignet für automatisierte Prozesse. Das maschinelle Packen wird erleichtert, schon bedingt durch die vielen standardisierten Verpackungs-Varianten, die auf dem Markt sind. Identische Maße können gleichermaßen schnell - und automatisch oder manuell (von Hand) transportiert und genutzt werden. Im Versandhandel sind standardisierte Maße immer dienlich: Sehr kleine Versender können Waren manuell verpacken und versandfertig machen, große Versender maschinelle Hilfen beanspruchen.
  • Robustheit, Stabilität und Raumersparnisse: Vollpappe gilt als relativ fester und widerstandsfähiger Packstoff, der dadurch besonders kompakt ist, weil bei der Produktion feuchte Faserstoffe gepresst werden - Schicht für Schicht entsteht so eine dichte Lage. Die Grammatur der Vollpappe entscheidet, wie dicht und stabil das Material ist. Dass Erzeugnisse aus Vollpappe (wie zum Beispiel Schachteln) oft flachliegend geliefert und bis zur Verwendung gelagert werden, spart wertvollen Raum im Lager. 

Differenzierung von Kartn und Vollpappe

Karton unterscheidet sich von Vollpappe dadurch, dass die Flächenmasse des Kartons im Zwischenbereich von Papier (geringe Flächenmasse) und Pappe (höhere Flächenmasse) liegt. Die Karton-Herstellung basiert auf Zellstoff , der aus Holz gewonnen wird. Zellstoff wird ungebleicht oder gebleicht verwendet; der Karton aus Primär- oder Sekundärfasern produziert. Primärfaserkartons bestehen überwiegend aus "frischer" und ebenso für höherwertige Papiere geeigneter Zellstofffaser, oft in mehreren Lagen, dazwischen finden sich Lagen aus Holzstoff (Holzschliff), der einen höheren Anteil eines Stoffes enthält, der zum Vergilben führt (Lignin). In den mehrlagigen Sekundärfaserkartons schließlich sind überwiegend Fasern aus dem Recycling von Altpapier enthalten, wobei die obere Schicht häufig aus gebleichten Frischfasern aufgepresst ist. Faltschachteln, Feinkartonagen, Becher ... viele Möglichkeiten gibt es auch hier, um die Verpackungsindustrie zu bereichern. Nur wenige Beispiele für Kartons - von vielen möglichen - seien hier aufgeführt: 

  • Eierkarton: Klassischer Karton, der praktisch allen Konsumenten bekannt ist. Eigentlich handelt es sich hier um leichte Pappe bzw. Pappmaché (Papier-Bindemittel-Gemisch), wobei charakteristische Mulden für das Produkt geformt sind. Wie leicht Pappmaché zu verarbeiten ist, weiß jedes Kind, das in der Tagesstätte daraus schon kleine "Kunstwerke" formt (und oft sogar bemalt).
  • Umzugskarton: Dieser bekannte Karton besteht aus mindestens zweilagiger Wellpappe, die stabilisierend wirkt. 
  • Stülpdeckelkarton: Man könnte auch Pappschachtel dazu sagen, weil ein solcher Karton beispielsweise aus einwelliger Feinpappe gefertigt ist. 
  • Getränkekarton: Dabei handelt es sich um einen Verbundstoff. Lagen aus Papier, Kunststoff und häufig Aluminium sind so kombiniert, dass daraus ein besonders dichtes Material entsteht, das mit dem flüssigen Inhalt der Verpackung nicht interagiert, diesen aber trefflich schützt.
  • Duplexkarton: Dieser Karton ist, wie der Name verrät, aus zwei Lagen gefertigt. Oft sind diese aus Altpapier hergestellt. Darüber hinaus gibt es Triplexkarton, der folgerichtig aus drei Schichten aufgebaut ist.